Ohr kopf Ohr

Jugend-KoFo mit den Schlappohren

Bei der KoFo-Veranstaltung am 11. Februar dieses Jahres waren die Schlappohren NRW zum ersten Mal selbst mit von der Partie! Thema war die Vorstellung des Landesverbands der Gehörlosen und der Schlappohren NRW und deren Jugendarbeit. Beide Gruppen existieren erst seit wenigen Jahren und versuchten, den Besuchern einen Einblick in ihre Jugendarbeit zu verschaffen und neue Kontakte zu werben. Dazu gab es auch einen Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen und Angebote in diesem Jahr.

Nach der Begrüßung durch Moderatorin Katrin Müller lockerte die Theatergruppe des RWB Essen, bestehend aus fünf jungen Gehörlose, die Atmosphäre mit einem Sketch auf. Und dann... durfte Ben von den Schlappohren NRW das Podest betreten! :) Per PowerPoint-Präsentation stellte er die Schlappohren vor, während Steffi den Laptop bediente und bravourös die Präsentation nach vorne blätterte. :-) Anschließend wurde die Hierarchie der Bundesjugend und des DSB erläutert.

Der Landesverband der Gehörlosen NRW unter der Leitung von Martin Woltemate und Matthias Ranner hatten nun ihren Auftritt und ebenso wie die Schlappohren eine Präsentation vorbereitet. Unterschiede zu den Schlappohren konnte man unter anderem in der politischen Arbeit der Gehörlosengruppe entdecken. Hier ermunterten sie den Zuschauern vor allem um Mitarbeit, um Brücken für die Zukunft zu schaffen.

Schließlich trat die Theatergruppe ein letztes Mal auf die Bühne und spielte einen längeren Sketch vor, den das Publikum mit viel Gelächter honorierte. Nach einer Pause kam es zur Abschlussdiskussion, bei der die Zuschauer Fragen stellen konnten, die die Jugendgruppen oder die Jugendarbeit betrafen. Anfangs blieb es im Saal ruhig... um etwas Schwung in die Diskussionsrunde reinzubringen, ergriff Katrin Müller selbst das Wort und stellte einige Fragen - und siehe da, nun kamen auch die ersten erhobenen Zeigefinger unter den Zuschauern! :-) Punkt 21 Uhr endete der interessante KoFo-Abend. Im Foyer wurden weitere Kontakte geknüpft und wer wollte, konnte den Abend im Lokal "Jetzt und Hier" ausklingen lassen.

Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass die Veranstaltung von Gebärdensprach- und Schriftdolmetschern "übersetzt" sowie eine Ringschleifenanlage eingesetzt wurde. So kamen Hörgeschädigte mit seinen unterschiedlichen Bedürfnissen in den vollen Genuss des Abends. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und den Förderverein "Zeichen setzen", insbesondere an Helga Ulbricht, die sich viel Mühe gemacht hat, um das Projekt auf die Beine zu stellen! Sie hat es uns Schlappohren auch ermöglicht, dass wir uns dort präsentieren durften.